Welche monatliche Dienstaufwandsentschädigung erhalte ich als Landrat – und für was?

Allgemeines:

Gemäß Art. 72 BWBG hat der Beamte auf Zeit (Wahlbeamte) für die durch das Amt bedingten Mehraufwendungen in der Lebensführung Anspruch auf eine angemessene Dienstaufwandsent-schädigung. Diese muss sich innerhalb der in Anlage 2 KWBG bestimmten Beträge halten (siehe unten). Die Dienstaufwandsentschädigung ist de facto also kein zusätzlicher Lohnanteil, der für die private Lebensführung zur Verfügung steht, sondern trägt den durch das Amt tatsächlich erwachsenden Mehraufwendungen Rechnung (z.B. Spesen durch hohe Zahl an Dienstterminen und repräsentativen Verpflichtungen).

Reisekosten:

Die mir zustehende Reisekostenvergütung für Reisen innerhalb des Landkreises ist mit der Dienstaufwandsentschädigung abgegolten; das gilt nicht für die Fahrkostenerstattung und die Wegstrecken- und Mitnahmeentschädigung.

Verhinderungsfall:

Ist der Beamte auf Zeit verhindert, seine Dienstgeschäfte wahrzunehmen, so wird die Dienstauf-wandsentschädigung zwei Monate weitergezahlt. Der Dienstherr kann durch Beschluss bestimmen, dass im Fall längerer Verhinderung die Entschädigung auch für einen über zwei Monate hinausgehenden Zeitraum ganz oder teilweise gewährt wird.

Höhe der Dienstaufwandsentschädigung:

Gemäß Anlage 2 KWBG (gültig ab 1. März 2010) ist die monatliche Dienstaufwandsentschädigung für Landräte zwischen 701,78 Euro und 965,79 Euro festzusetzen.

Meine Dienstaufwandsentschädigung wurde durch Kreistagsbeschluss vom 12. Dezember 2012 – wie schon bei meinem Vorgänger - auf 965,79 Euro monatlich festgesetzt. Dieser Betrag muss nicht zusammen mit der Brutto-Besoldung versteuert werden.

Seit 1. Januar 2014 beträgt meine Dienstaufwandsentschädigung 1164,88 Euro. Sie erhöhte sich durch die vom Gesetzgeber vorgesehene Dynamisierung.